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TÜRCHEN #08

TÜRCHEN #08

IM INTERVIEW: MAXINE KAZIS

 

Wir haben uns mit Maxine Kazis getroffen. Wenn man den Pressestimmen glauben darf, ist sie die neue Nena. Bei solch einer Lobhudelei mussten wir uns unser eigenes Bild machen. Wir trafen Maxine im Studio von Peter Plate. Im Flur rangt eine Goldene Schallplatte neben der nächste. Die Geschichte wie sich Peter und Maxine kennen gelernt haben gleicht einem modernem Märchen.

Trotz der frühen Uhrzeit und des aktuellen Promostress, betritt Maxine freudestrahlend den Raum und nimmt mir vollkommen entspannt gegenüber an dem niedrigen Tisch auf dem Boden platz. Schnell kommen wir ins Gespräch…

Um deinen Lesefluss in Schwung zu halten sind Maxines Antworten grau und meine Antworten türkis

 

Du bist bei Peter Plates  Label pop-out Musik unter Vertrag. Wann habt ihr euch kennengelernt und wie ist eure Zusammenarbeit entstanden?

Das ist schwierig zu sagen. Wir kennen uns seit fast 6 Jahren. Damals haben die Jungs, Peter, Daniel und Ulf, hier im Studio ein Gesangscasting gemacht und da hat mich mein Gesangslehrer hin geschickt. Er meinte zu mir: „Die suchen eine deutsche Adel.“ Und ich mit meinem dünnen Stimmchen lacht Ich bin trotzdem hin und es hat sofort funktioniert, wir waren sofort Freunde. Wir haben dann tatsächlich angefangen ein paar Songs zu machen und aufzunehmen, aber ich war glaube ich sehr naiv und hätte zu allem Ja gesagt. Ich wollte unbedingt mit ihnen arbeiten und die Pop Karriere starten. Peter hat das glaube ich ein bisschen Angst gemacht. Weil er gesehen hat, dass ich das so unbedingt will. Er sagt auch immer: „Ich kann dir nichts versprechen.“ Wir haben zwar ein bisschen gearbeitet, aber Peter hat gesagt: „Hey, du weißt doch noch gar nicht, was du für eine Musik machen willst.“ Und das stimmte. Ich habe auch Schauspiel studiert und mich in Kiel beworben. Dort war ich fest als Schauspielerin für fast drei Jahre engagiert. Ich bin zwar erst Mal nach Kiel, aber wir haben uns immer wieder für Projekte getroffen. Zum Beispiel wollte unser Intendant Daniel Karasek, dass jemand Musik für „Romeo und Julia“ schreibt. Daraufhin habe ich die Jungs angerufen und Daniel hat große Augen bekommen, weil er großer Rosenstolz Fan ist. Nach sehr intensiven Monaten der Zusammenarbeit mit Peter kam endlich das Gespräch: „Ey, wollen wir das jetzt wirklich machen ?“ Ich habe sofort gekündigt und bin nach Berlin.
Und jetzt bist du hier.
Ja, nach vier Jahren habe ich endlich den Vertrag bekommen – Lange gekämpft. Es war auf jeden Fall gut so, weil ich damals noch gar nicht gewusst habe, was ich eigentlich will.

 

Peter verfügt über jahrelange Erfahrung im Musikbusiness. Ist dieses „In sich hinein horchen“ das, was du von Peter gelernt hast?

Ja, auf jeden Fall. In all der Zeit in der er mein Mentor war. Aber man muss auch selber raus finden, was man will. Richtig sicher bin ich mir nie. Ich bin auch Waage als Sternzeichen.
Ja? Ich auch.
Bist du auch so, dass du immer alles hinterfragst und zweifelst ?
Oh ja, dass kenne ich nur zu gut.

 

Wie lange habt ihr am Album  Die Evolution der Maxine Kazis  gearbeitet?

Es waren insgesamt zwei Jahre mit immer wieder arbeiten. Ich habe auch mit anderen Leuten geschrieben und produziert.

 

„Du kannst nicht Everbodys Darlin sein. Dann ist es Langweilig.“
Peter Platze zu Maxine

 

Wie kam es zu den unterschiedlichen Einflüssen auf deinem Album?

Für mich gibt es immer diesen Elektronischen Faden. Na klar gibt es einen Song bei dem ich „rappe“, ist ja auch nur ein Funsong. Aber auf jeden Fall hat Peter mir die Möglichkeit gegeben, im Gegensatz zu vielen Major Label Deals, wo du halt sagst, dass das erste Album klappen muss, sonst wirst du gedroppt. Wir haben gesagt: „Ey, wir rasten voll aus und machen einfach das, worauf wir bock haben.“ Auch wenn es dann nicht so kommerziell wird.

 

Du sagst gerade mit anderen geschrieben. Wie sind den die Texte für das Album entstanden?

Manchmal ist es ganz gut Sessions zu organisieren. Manchmal habe ich schon einen Song mitgebracht und gesagt: „Der ist noch nicht gut. Wollen wir den überarbeiten ?“ Oft haben wir aber auch bei 0 angefangen und versucht, die Idee entstehen zu lassen.

 

Deine Texte sind klar und direkt. Wie passt das für dich zur blumigen Sprache, die man sonst im Pop hört?

Ich glaube es ist schwierig, es eckt oft an. Gerade mit dem Radio ist es schwierig, weil die sagen: „Boah, wenn das die Leute hören, dann schalten die natürlich um. Die wollen unterhalten werden.“ Und das finde ich ein wenig langweilig und schade in der deutschen Pop Welt. In Amerika sind die sehr viel weiter und an denen nehme ich mir auch ein bisschen ein Beispiel. Ich denk mir dann immer, dass man viel mehr Tabu-Themen thematisieren muss.

 

Wie schaffst du es in dem ganzen Trubel der Musikwelt du selbst zu sein? Gerade auf deinem Cover zum Album bist du ja vollkommen du selbst.

Es war schon immer mein Drang, das alles authentisch ist. Auch wenn ich Rollen gespielt habe, wollte ich immer, dass die Rolle ganz nah an mir dran ist. Ich glaube, dass das Publikum oder der Zuhörer es spürt, wenn etwas aus einem selbst kommt. Aber klar, ist es nicht immer einfach. Ich merke auch immer noch, dass ich manchmal so eine Energie habe, die so … Das war auch ein Punkt der Produktion, bei dem Peter gesagt hat: „Du kannst nicht Everbodys Darlin sein. Dann ist es langweilig.“ Leute müssen auch sagen können: „Du bist schieße. Mir gefällt nicht, was du machst.“ Das war schwer. Sich auch einfach trauen die dunklere Seite, die ja offensichtlich da ist wenn man sich das Album anhört, auszuleben.

 

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Hast du auch schon Erfahrungen gemacht mit  dominanten Personen am Drücker?

Ich bekomme das von anderen Künstlern mit. Bei uns ist der Vorteil, dass wir uns eben schon so lange kennen und Freunde sind. Bei uns haben Peter und ich immer das letzte Wort. Wenn ich mit irgendwas so gar nicht einverstanden wäre, dann machen wir das auch nicht. Aber diesen Druck spürt man schon bei anderen Künstler und Künstlerinnen, die ich kennengelernt habe. Die müssen doch ein paar Kompromisse eingehen oder sich verbiegen, um einem gewissen Image zu entsprechen.

 

Die Band „Jennifer Rostock“ haben vor Kurzem den Song „Hengstin“ veröffentlicht. Der ein klares Statement zu der Position von Frauen gerade im Pop Business abgibt. Hast du das mitbekommen? Und wenn ja,  wie stehst du zu den Aussagen?

Ich war mega geflasht vom Beat. Ich habe das Lied zum ersten Mal gehört, als ich auch das Video gesehen habe. Ich verfolge „Jennifer Rostock“ auch schon lange. Ich höre sie mir nicht so oft privat an, aber ich finde es immer wahnsinnig interessant, was sie zu sagen haben. Auch wie Jennifer Weist mit alle dem umgeht. Manchmal vielleicht etwas zu gedrückt und gewollt, aber das ist ja auch verständlich. Wir Frauen müssen es ja irgendwie schaffen uns durchzusetzen. Es gibt ja so wenige zwischen den ganzen Männern, die dann eher gespielt werden als wir Frauen. Ich fand es von ihr super mutig. Die Meisten, mit denen ich drüber gesprochen habe, meinten dann so: „Boah, das ist jetzt wieder so anbiedernd, wie da so nackt posiert.“ Ich habe es gar nicht so empfunden. Natürlich ist es sehr provokant, wenn ich mich so von unten filme, aber ich fand es wunderschön.
Fand ich auch. Es musste genau so gezeigt werden. Gerade bei der Message – Dann richtig.

 

Was steht bei dir in der nächsten Zeit noch alles auf dem Plan?

Jetzt auf jeden Fall proben. Erst Wohnzimmerkonzerte und danach dann meine Tour und den Support für Mia. Dann habe ich überlegt noch ein Video mit dem Fotografen, der auch das Cover vom Album geshootet hat, zu machen. Er hat auch schon Videos für Rosenstolz gemacht. Mal schauen, vielleicht ist es auch ein bisschen Banane nach einem Monat herumreise noch ein Video zu machen. Ist ja doch immer sehr viel Arbeit.

 

Ich kam bis jetzt noch nicht in das Vergnügen dich live zu sehen. Wie sieht denn eine Bühnenshow bei dir aus?

Wir sind zu viert. Ein Drummer, ein Keyboarder, beide mit riesigem Set Ups und noch eine Backing Sängerin. Ich wollte es eigentlich möglichst klein halten. Die Musik ist ja doch sehr voll gepackt. Dann meinten mein Keyboarder: „Ich bringe ein Keyboard mit.“ Naja, jetzt steht er da mit 3 Keyboards und auch der Schlagzeuger hat ein riesiges Set up und ein Elektro Set Up.

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Zu guter Letzt noch  unsere Abschluss Frage. Was ist deine Lieblingspizza?

Eigentlich ganz langweilig Margarita. Aber wenn ich sehr verkatert bin mag ich Hawaii.

 

Danke dir für deine Zeit liebe Maxine und viel Erfolg mit deinen nächsten Projekten, war sehr nett (und das ist nicht als der kleine Bruder gemeint) mit dir zu plaudern. Wir kommen gerne wieder bei dir vorbei.

 


 

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4. Verlosungsende ist am 26.12.2016 um 21:11 Uhr

Der/die/ das hoffentlich glücklicher Gewinner/in wird von uns per Mail kontaktiert. Wir behandeln eure Daten natürlich vertraulich. Bei alkoholischen Getränken, einigen Veranstaltungen oder erotischem Spielzeug ist Volljährigkeit Voraussetzung.

Wir drücken die Däumchen 🙂

 


 

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Musik Knispel

RAMMSTEIN hat mich zum Bau eines eigenen Flammenwerfers inspiriert, während ich bei Kontra K zum Fangirl mutiere. Mein erstes Konzert war "The Kelly Familie", was meinen Musikgeschmack wohl lebenslänglich beeinflusst hat.

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