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REVIEW: MARIE CURIE

REVIEW: MARIE CURIE

Kinostart: 01.12.2016
Titel: Marie Curie
Regie: Marie Noëlle
Dauer: 100 min
Verleih: NFP marketing & distribution*
Genre: Biopic

Marie Curie (Karolina Gruszka) erhält für ihre gemeinsame Arbeit mit ihrem Mann Pierre (Charles Berling) als erste Frau überhaupt den Nobelpreis in Physik . Kurz nachdem Marie und Pierre den Preis in Stockholm entgegen genommen haben, stirbt Pierre bei einem Verkehrsunfall. Von jetzt auf gleich steht Marie mit ihren beiden Kindern und den gemeinsamen Zielen ihrer Forschung alleine da. Marie gibt nicht auf. Sie kämpft in einer Männer dominierten Zeit für das, was ihr zusteht. Nach einigen Jahre der Trauer findet die leidenschaftliche Marie neuen Halt bei ihrem verheirateten Kollegen Paul Langevin (Arieh Worthalter), mit dem sie auch eine Affäre beginnt. Als diese von einer Tageszeitung veröffentlicht wird, kann nicht nur Marie keinen Schritt mehr ohne die Presse machen, auch ihre Familie wird belagert. Genau zu diesem Zeitpunkt wird Marie gerade der zweite Nobelpreis ihrer Karriere zugesprochen. Doch der Druck von außen ist unbeschreiblich groß. Wird sich Marie den gesellschaftlichen Druck beugen ?

 

 

Das Biopic „Marie Curie“ zeigt die private Marie. All das was sie berührt, bewegt und antreibt. Die Persönlichkeit Marie Curie ist ihrer Zeit um Längen voraus. Ihre moderne Weltanschauung will so gar nicht in die frühen 1900er passen. Was man auch sehr schön im Abspann vor Augen geführt bekommen. Da sieht man Marie in ihrer Kleidung durch das heutige Paris schlendert. Immer wieder wird ihre sinnliche Seite in den Vordergrund gestellt. Der Workaholic Marie ist zwar im Film zu sehen, aber er existiert nur am Rande. Was schon verwundert. Bei einem solchen Arbeitspensum, was Marie Curie an den Tag gelegt haben muss, kann ich mir schwer vorstellen, dass viel Zeit für ein Privatleben geblieben ist. Der Charakter Marie Curie wird von der Regisseurin Marie Noëlle als taffe und selbstbestimmte Frau inszeniert, die immer einen treffenden Konter auf den Lippen trägt. Da hat die männliche Attitüde der Erhabenheit nicht viel zu lachen.

 

„Würde man alle männlichen Teilnehmer mit einer Affäre ausladen, so käme kaum eine Nobelpreisverleihung überhaupt zustande.“
Marie Curie zu Vorsitz des Nobelpreis Komitees, als dieser sie bittet ihren zweiten Nobelpreis auf Grund ihrer Affäre mit Paul Langevin nicht anzunehmen.

 

Du solltest den Film sehen, wenn… 

du eine Frau sehen möchtest, die es nie leid wird sich gegen die Ungerechtigkeiten ihrer Zeit aufzulehnen. Sie geht ihren Weg und lebt ihr Leben selbstbestimmt, ohne dabei die Gesellschaftlichen Konventionen in ihr Leben eingreifen zu lassen. Willst du allerdings genau wissen, was in Marie Curies Forschungslabor alles abgegangen ist, dann bist du bei diesem Film an der falschen Adresse.

 

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Das donnerknispel Barometer steht auf 3,5/5

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Film Knispel

Zwischen all den Allüren besetzten Filmkritiker, ist mein Bestreben die Pressevorführung nicht nur zu überleben, sondern auch meinen coffee for free zu genießen.

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