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REVIEW: DIE SCHÖNE UND DAS BIEST

REVIEW: DIE SCHÖNE UND DAS BIEST

 

Wusstest du, dass…

… 900 Meter Faden so einiges können.

Das berühmte gelbe Kleid von Belle aus der Tanzszene im Ballsaal umfasst 55 Meter gelb gefärbten Satin der mit 900 Meter Faden in großzügigen kreisförmig zugeschnittenen Bahnen zusammengenäht wurde. Alle Stoffe, die für die Kostüme verwendet wurden sind aus organischen Materialien und von Händlern, die ihre Angestellten einen fairen Lohn zahlen und obendrauf ein umweltbewusstes Management haben.

 

… Frauen das Ding rocken.

Die Geschichte hinter „Die Schöne und das Biest“ richtet sich explizit darum, Frauen Freiräume zu schaffen. Um diesem Vorbild zu folgen wurde darauf geachtet, dass so viele wie mögliche Abteilungen in Frauen Hände gegeben wurden. Nebenbei, die Mädels gehören eh zur Spitze in ihrem Gebiet 😉

 

… gut Ding eben Weile haben will.

Die Musical-Nummer „Sei hier Gast“ hat einfach mal eine schier unendliche Zeit in Anspruch genommen. Der Dreh selbst dauerte einen Monat, die Vorbereitung allerdings ganze sechs Monate. Die Fertigstellung schlug zusätzlich mit über einem kompletten Jahr zu. Sprich an dieser einen Szene werkelten die fleißigen Bienchen von Walt Disney insgesamt über eineinhalb Jahre.

 

… Protestwelle der Proleten.

Zum ersten Mal schmachtet in einer Disney Verfilmung eine männliche Figur eine weitere männliche Figur an. Disney zeigt schon öfters unterschiedliche Familienkonstellationen doch das LeFou Gaston anschmachtet geht einigen Intoleranten zu weit. Der russische Kulturminister Vladimir Medinsky ließ sogar prüfen, ob die Szenen gegen das Gesetz der „Schwulenpropaganda“ verstoßen. Mittlerweile hat Vladimir Abstand von seinen Bedenken genommen, aber den Film als jugendgefährdend eingestuft, somit ist er erst ab 16 Jahren frei. Auch über dem großen Teich sieht es nicht besser aus. Im Bundesstaat Alabama haben christliche Kinobetreiber den Streifen sogar komplett vom Programm verbannt.

 

Kinostart: 16.03.2017
Titel: Die Schöne und das Biest
Regie: Bill Condon
Dauer: 126 min
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Genre: Fantasy, Live-Action-Adoption

 

Lange erwartet und noch länger enttäuscht. Die Message der inneren Schönheit ist aktueller den je. In Zeiten des perfekten Instagram Feeds und Photoshop-Skills als Unterrichtsfach ist diese Message wie der erste Sonnenstrahl nach dem Winter. Begehrt von Millionen an Menschen. Süßer als Zuckerwatte und mit einem Flow, der selbst das kälteste Herz in ein loderndes Feuer versetzt. Doch die angepriesene Weiterentwicklung der Charaktere und der komplett neue Charm haben sich für mich nicht blicken lassen. Die hoch angepriesen, gerade erst neu entwickelte Technik, um das Biest noch realer zu gestalten, ein Flop für mich. Die zahlreichen extra MOVA-Facial-Captures-Sessions, bei denen sich ausschließlich auf die Mimik von Dan Stevens, der das Biest spielt, konzentriert wurde überzeugen nicht wirklich. Das Spektrum der Mimik erinnert mich eher an einen guten Tag im Leben von Kristen Stewart. Die neuen Handlungsstränge sind wohl die filmische Adaption des Begriffes der Bresswurst. Sehr gewollt aber trotzdem fehl am Platz. Gehst du allerdings ohne große Erwartungen an die neuen Techniken in den Film und setzt ganz auf den Disney Zauber, wird er dich auch mitten ins Herz treffen und dir einen unterhaltsamen Kinobesuch bescheren. Sei hier Gast, aber eben im Hier und Jetzt! #dieSchoeneunddasBiest

 

Cast

Emma Watson    Dan Stevens    Luke Evans    Kevin Kline    Josh Gad    Ewan McGregor    Stanley Tucci    Gugu Mbatha-Raw    Audra McDonald    Hattie Morahan    Nathan Mack    Ian McKellen    Emma Thompson

 

Das donnerknispel Barometer steht auf 3/5

 


 

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Film Knispel

Zwischen all den Allüren besetzten Filmkritiker, ist mein Bestreben die Pressevorführung nicht nur zu überleben, sondern auch meinen coffee for free zu genießen.

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