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Love it or leave it

Love it or leave it

Kinostart: 30.06.2016
Titel: High-Rise
Regie: Ben Wheatley
Dauer: 118 min
Verleih: DCM Film Distribution GmbH
Genre: Drama, Sci-Fi

Wir befinden uns zwei Meilen westlich von London im Jahre 1975. Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston) ist der Neue im Hochhaus. Ganz oben thront Anthony Royal (Jeremy Irons), der Architekt und Schöpfer des Ensembles. Die anderen Etagen sind klar zwischen „Oberschicht“, die natürlich die obersten Etagen bewohnt und der „Unterschicht“, die die untersten Etagen bewohnt unterteilt. Laing wohnt in der Mitte, freundet sich aber schnell mit Fernsehjournalisten Richard Wilder (Luke Evans) aus dem zweiten Stock an. Es dauert nicht lange, bis die anfänglichen „Kinderkrankheiten“ des Hochhauses die Bewohner in die totale Eskalation treiben. Anfangs klagen immer mehr Bewohner über Schlafprobleme, als jedoch der Strom ausfällt und so auch der Fahrstuhl nicht mehr fährt, wird nicht nur der Supermarkt zu einem wortwörtlichen Jagdgebiet. Aggressionen brechen aus, die Verwahrlosung reißt sich den Alltag unter den Nagel und Anarchie ist Trumpf. Alkohol ist die Währung, Sex das Allheilmittel.

High-Rise! Das ist schon ein Statement für sich. Noch immer schwirren zahlreiche Adjektive in meinem Kopf herum und der Film hat sich immer noch nicht gesetzt. Film- und Kameratechnik sind erstklassig umgesetzt. Die bizarre Verfilmung der Romanvorlage „Hochhaus – High-Rise“ von J.G. Ballard ist einer der seltenen Filme, die man entweder abgrundtief hasst oder hoch in den Himmel lobt. Kalt lässt er dich auf keinen Fall. Im Gegensatz zu den meisten Kinostreifen, kommt High-Rise mit durchweg zwielichtigen und unsympathischen Charakteren aus. Gerade die Zeit, in der die Verwahrlosung um sich greift, ist verdammt schockierend und heftig anzusehen. Da kann schon mal ein herrenloses menschliches Ohr auf dem Boden liegen, Hunde gegrillt oder Frauen verschleppt werden. High-Rise hält der Gesellschaft den Spiegel vor und zeigt dir knallhart #inyourface, was passieren kann, wenn Menschen sich nur noch über ihren sozialen Rang definieren. In der deutschen Version hörst du zahlreiche bekannte Synchronstimmen. Von „Sheldons“ deutscher Stimme, über „Alains“ Stimme bis hin zur Synchronstimme von Ashton Kutcher sind alle dabei. Tom Hiddleston glänzt in der Hauptrolle. Sienna Miller spielt mal wieder die Verführerin mit Hang zur Gesellschaftlicher Korruption. Ohne mich zu weit aus dem vierzigsten Stock zu lehnen: Einmal ist keinmal. Mehrmals anschauen ist sicherlich mit einem dieser Bilder , die gerne in Wartezimmer hängen, zu vergleichen. Man findet immer wieder etwas neues.

Du solltest den Film sehen, wenn…

…kein wenn, sondern ein unbedingt. Das ist einer dieser Filme, über die viel diskutiert werden wird. Egal ob die Storyline oder die filmische Umsetzung, kontrovers und heftig bis in den allerkleinsten Zeh. Die What-th- Fuck-Momente reihen sich aneinander wie blaue Flecken nach einem ordentlichen Mosh Pit. Worauf wartest du noch? Los ins Kino mit dir.

Das donnerknispel Barometer steht auf 5/5

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Film Knispel

Zwischen all den Allüren besetzten Filmkritiker, ist mein Bestreben die Pressevorführung nicht nur zu überleben, sondern auch meinen coffee for free zu genießen.

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