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INTERVIEW: GLÜCKSDETEKTIV

INTERVIEW: GLÜCKSDETEKTIV

Katharina ist Glücksdedektiv. Auf ihrer Seite begleitet sie dich auf deinem Weg in ein glücklicheres Leben. Wir haben uns mit ihr getroffen und nachgefragt, was eigentlich genau ein Glücksdedektiv ist. Schon nach wenigen Sekunden ist klar, hier sitzt uns ein unglaublich warmer und positiver Mensch gegenüber, von dem wir alle noch sehr viel lernen können.

 

Katharina, du bist Hauptberufliche Glücksdetektiv. Wie wird man denn das?

Das war ein längerer Weg. Es fing alles mit einem Buch über die „Positive Psychologie“ an, das ich gelesen habe. Ich hatte mein Psychologie Studium abgeschlossen, war berufstätig, aber trotzdem kannte ich diesen neuen Bereich der Psychologie gar nicht. Ich wollte immer mehr darüber lesen, deswegen habe ich mir ganz viele Bücher und Artikel über das Thema besorgt. Gleichzeitig kam mir die Idee auch andere an diesem Wissen und meinen neuen Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Zu Beginn war der Blog ein totales Hobby, das sich jetzt über die Jahre entwickelt hat. Ich habe bemerkt, dass ein unglaublicher Bedarf besteht. Ich bekomme immer mehr Zuschriften, in denen mir Leute all ihre Probleme erzählen und nach Lösungen und Ratschlägen fragen. Mittlerweile kann ich sagen, dass es mein Ziel ist eine ganz große Palette an Hilfsangeboten zu entwickeln, um Menschen mit ihren spezifischen Problemen besser helfen zu können.

 

Du hast gerade schon den Begriff „Positive Psychologie“ genannt. Was genau kann ich mir darunter vorstellen?

Es ist ein recht junger Zweig in der Psychologie und beschäftigt sich mit den positiven Seiten des Menschseins. Sie erforscht, was uns Menschen glücklich macht. Optimismus, Soziale Beziehungen, Hoffnungen,Widerstandsfähigkeit, Freude, alle positiven Emotionen – das ganze positive Spektrum des Menschseins. Viele Jahre hat sich die Psychologie mit den negativen Seiten beschäftigt. Es ging immer darum, wie kann man Menschen, die sich am unteren Spektrum befinden wieder auf den Nullpunkt bringen, damit sie wieder funktionieren und normal an der Gesellschaft teilhaben können. Die „Positive Psychologie“ beabsichtigt, Menschen von Null auf zum Beispiel plus 5 zu bringen und so das Positive auszureizen. Wie bringe ich einen Menschen dazu, dass er wirklich aufblüht und sein schönstes Leben führt. Genau das ist die Mission, die ich verfolge.

 

Wir dürfen nicht immer unser ärgster Feind sein.

 

Auf deinem YouTube Kanal „Gluecksdetektiv“ produzierst du wöchentlich ein Video. Wem würdest du deine Videos empfehlen?

YouTube ist nochmal eine Sonderstellung, denn da beantworte ich hauptsächlich Zuschauerfragen. Dadurch ist die Spannweite natürlich unglaublich breit. Mir schreiben Schulkinder, die Probleme mit Mobbing in der Schule haben oder wissen wollen, wie sie sich bestmöglich auf die Prüfungen vorbereiten können. Dann wenden sich viele an mich, die an psychischen Störungen leiden und mehr Aufklärung darüber wollen. Dann melden sich Menschen, die arbeitslos geworden sind oder mich nach dem Sinn des Lebens fragen. Deswegen würde ich sagen, mein YouTube Kanal richtet sich einfach an Menschen, die im Grunde ein besseres Leben für sich wollen. Egal an welchem Punkt sie starten, die auf der Suche nach Wegen sind, ihr Leben zu optimieren. Es geht um Zeitmanagement, Organisation, aber auch Persönlichkeitsentwicklung, Selbstfindung und eben das große Thema glücklicher werden.

 

 

Wie siehst du den Einfluss von Social Media auf unser eigenes Bewusstsein vom Glücklich werden? Obwohl wir wissen, das die Fotos auf instagram und Co. gestellt sind, vergleichen wir uns trotzdem ständig mit den tollsten, motivertesten Menschen, die auch noch die tollsten Beziehungen führen.

Das ist ein ganz großes Problem, denn diese sozialen Vergleichsprozesse sind ganz natürlich für uns Menschen. Aus der Glücksperspektive ist das natürlich nicht so günstig. Das wissen wir auch alle, aber trotzdem fällt es uns unglaublich schwer sich selbst als Maßstab zunehmen und nicht den Nachbar, die Eltern oder sonst wen. Das Problem mit den ganzen Socialen Medien ist, dass wir uns heutzutage aus unserer kleinen Einzimmerwohnung heraus nicht nur mit dem schönsten Mädchen der Schule, sondern mit dem schönsten der Welt vergleichen. Im Grunde ist es klar, dass wenn ich mich mit den besten, erfolgreichsten, schönsten Menschen vergleiche, schneide ich wahrscheinlich schlechter ab und finde mich schlechter, minderwertig und habe ganz viele negative Gedanken. Ich sehe es als Mission meiner Arbeit immer wieder deutlich zu machen, dass es uns allen mehr oder minder gleich geht. Selbst die vermeintlich schönsten und erfolgreichsten Menschen plagen sich mit Selbstzweifel und sind unsicher. Die stehen auch morgens auf und denken sich: „Oh nein! Mein Nachbar hat doch eine größere Jacht“, so etwas hört nie auf. Wir dürfen nicht immer unser ärgster Feind sein, sondern wir müssen liebevoller zu uns selbst sein, nachsichtiger mit uns umgehen und uns nicht von den vermeintlichen Erfolgsgeschichten kleinreden lassen.

 

Wir halten uns immer selbst in einem Hamsterrad gefangen.

 

Man kennt es ja. Ich habe mir ein Ziel gesetzt und denke, wenn ich das erreicht habe, wird sich mein Leben endlich komplett ändern. Dann habe ich mein Ziel erreicht, stelle aber fest, dass sich mein Leben eigentlich gar nicht wirklich verändert hat. Was mache ich da denn falsch?

Es gibt immer noch diese eine Stufe höher, das ist auch in der Wissenschaft erforscht worden. „Ich werde glücklich sein, wenn ich verheiratet bin, wenn ich Kinder habe, wenn ich befördert werde, wenn ich mehr Geld haben, wenn ich dies und jenes habe“. Wir arbeiten immer auf Lebensereignisse hin und halten uns dabei selbst in einem Hamsterrad gefangen. Danach haben wir schon die neue Karotte im Auge, rennen ihr hinterher und glauben, dass alles gut sein wird und wir glücklich sein werden, wenn wir diese Ziel erreicht haben. Was sich aber zeigt ist, dass diese Ereignisse vorübergehend unser Glück pushen können, aber über kurz oder lang gewöhnen wir uns an diese Dinge und sie werden zu unserem Alltag. Zum Beispiel schweben Menschen nach ihrer Hochzeit auf Wolke Sieben, doch dann gewöhnen sie sich daran und die Erwartungen steigen. Sehr, sehr lange haben selbst Forscher angenommen, dass wir wahrscheinlich gar nicht glücklicher werden können, sondern dass die Dinge sind mehr oder weniger vorbestimmt sind. Man kann kurzfristig etwas verändern, bevor man wieder zurück kehrt. Jetzt kommt aber die gute Nachricht! Ich kann sehr viel für mein Glück tun und das ist alles erlernbar. Wenn ich mich nicht nach außen, sondern nach innen orientiere und selbst meine Einstellungen zum Leben verändere, optimistischer werde, mir eine dankbarere Einstellung aneigne, dann kann ich mein Wohlbefinden nachhaltig steigern, ohne wie ein Gummiband zurück zu schießen. Diese inneren Prozesse erfordern sehr viel Bewusstsein. Man muss sich erst einmal klar machen, dass man sich vielleicht auch immer mit besseren Menschen vergleicht oder dass man vielleicht ständig schlecht über sich selbst redet. Aber diese Arbeit lohnt sich und verändert natürlich einiges.

 

Wie mache ich für mich persönlich den ersten Schritt in die richtige Richtung?

Ich werde oft gefragt, wie man denn nun endlich glücklich wird. Die Sache ist ja die, es gibt ein paar Prozesse, die bei uns allen mehr oder weniger gleich sind und uns allen helfen. Dann gibt es natürlich auch persönliche Belastungen oder Ressourcen, die den Weg zum persönlichen Glücklichsein beeinflussen. Mein Videokurs „Endlich glücklich leben!“ zielt genau auf diese grundlegenden Verhaltensweisen ab, negative Gedanken los zu werden und positive Einflüsse anzunehmen. Ich glaube hinsetzen, Zeit nehmen und wirklich in sich selbst hineinhören ist ein guter erster Schritt, von dem jeder profitieren kann. Heutzutage haben wir genau das verlernt. Tatsächlich uns darüber Gedanken zu machen, wer wir eigentlich sind, was uns ausmacht und was uns im Leben wichtig ist. Oft geht man den klassischen Weg, den einem die Eltern oder Mitschüler vorgeben, ohne selbst auf die Idee zukommen, dass man auch anders könnte. Ich selbst habe mich das erste Mal mit 25 Jahren mit mir selbst auseinander gesetzt. Wenn man dabei ehrlich zu sich selbst ist, bewirkt das einiges, erfordert aber Mut. Ich sage immer: „Es kann für jeden Menschen immer besser werden, egal wo er steht.

 

 

Was ist eigentlich dieses „Glück“ für dich?

Das wird immer schwieriger, je länger man sich damit auseinander setzt. Selbst in er wissenschaftlichen Auseinandersetzung gibt es nicht die Eine Definition. Ich habe schon immer gesagt: „Ein glückliches und erfülltes Leben.“ Was ich damit deutlich machen will ist, das Glück für mich nicht nur das Vorhandensein von positiven Gefühlen ist, sondern dass ich einen Sinn in meinem Leben sehe, ein authentisches Leben führe und so in Übereinstimmung mit meinen Werten lebe. Positive Beziehungen habe, ein Gefühl von andauernder Weiterentwicklung, dass ich mich gut fühle, schöne Erlebnisse habe und schöne Gefühle erlebe.

Wie du siehst kann ich es nicht auf einen Punkt zusammenfassen. Es ist einfach ein glückliches und erfülltes Leben voll von positiven Emotionen, dass eine Bedeutung für mich hat und in Übereinstimmung mit mir selbst stattfindet. Das wäre das Kürzeste, was ich dir anbieten kann.

 

Es kann für jeden Menschen immer besser werden, egal wo er steht.

 

Da sind wir auch schon bei unserer letzten Frage angekommen. Wenn du aus allen Zutaten der Welt deine Traumpizza zusammen stellen könntest. Was würde auf deine Pizza drauf kommen?

Meine perfekte Pizza wäre wahrscheinlich eine vegetarische mit ganz viel Gemüse. Auberginen, Zucchini, Paprika und Oliven. Dann würde ich mich wahrscheinlich in Griechenland am Feta bedienen, Artischocken vielleicht auch noch Avocado. Alles andere wäre jetzt sehr experimentell. Ich überlege gerade was ich sonst noch so mag und mit drauf schmeißen könnte. Tiramisu oder so … ich liebe Essen…sonst vielleicht noch Zitrone und Salbei, Butter oder Gorgonzola.

 

Vielen lieben Dank Katharina für deine Zeit.

 


 

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donnerknispel ist die Oberknispel. Mit anderen Worten: head of f#cking everything! Ich bin schon einige Zeit in diesem Inetrnet unterwegs. Wenn ich einmal alt bin und sterben werde, werden meine 100 Hundis mich auffressen...

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