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INTERVIEW: DIANA VON SPOONING COOKIE DOUGH

INTERVIEW: DIANA VON SPOONING COOKIE DOUGH

Wir haben uns mit Diana getroffen. Sie hatte die fantastische Idee Keksteig so umzugestalten, dass man ihn bedenkenlos wie ein Eis löffeln kann. Mit „SPOONING COOKIE DOUGH“ ist sie nicht nur der Hit auf den Berlinern Food Markets, sie arbeitet gerade auch an ihrem eigenen Cookie-Dough-Cafe. Uns hat sie erzählt was der ausschlaggebende Punkt war, an dem sie endlich den Arsch in der Hose hatte, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

 

DIANA VON SPOONING COOKIE DOUGH – FORGET YOUR DIET

 

Wie bist zum Entschluss gekommen dich selbstständig zu machen?

Das Bedürfnis etwas eigenes zu machen hat schon lange in mir geschlummert. Für mich war klar, wenn ich mich selbstständig mache, dann im Food Bereich, denn der hat mich schon immer gereizt – etwas anderes wäre nie in Frage gekommen. Als ich vor zwei Jahren schwanger war, kam mir die Idee, dass Keks- und Kuchenteig ein gutes Produkt wäre. So ist nach und nach das Rezept und das Design entstanden. Durch die Kinder hat sich bei mir echt nochmal was verändert. Eigentlich würde man denken, dass man eher sicherheitsbewusster ist, aber ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass ich einen Job mache, der mir keinen Spaß macht. Ich hatte das Bild im Kopf, dass ich jeden Tag frustriert nach Hause komme und das war für mich viel, viel schlimmer als all das Risiko, das ich jetzt eingehe. So hat sich bei mir ein Schalte umgedreht und ich hatte den Arsch in der Hose etwas zu ändern. Ich will ein Vorbild für meine beiden Kinder sein.

 

 

Du sagtest gerade, dass die Idee während deiner Schwangerschaft entstanden ist. War da eine klassische Fressattacke im Spiel?

Seit ich denken kann habe ich gerne Teig gegessen, so richtig mit Schüssel auslecken bei der Oma. Als ich dann schwanger war durfte ich zum ersten Mal nicht naschen. Das war wirklich schlimm. Ich kann nicht sagen, ob es auch ein wenig die Hormone waren, aber es war eine absolute Katastrophe. Es gibt ja viele Leute, die Teig mögen, aber immer heißt es: „Iss nicht so viel, sonst bekommst du Bauchschmerzen.“ Zum einen liegt das an den Eiern und zum anderen an dem Backpulver, denn das ist nicht so gut verdaulich. Leider konnte man die Cookie Dough Rezepte, die ich im Internet gefunden habe nicht 1 zu 1 umsetzten, da sie alle aus Amerika waren. Durch wirklich viel, viel üben habe ich dann das richtige Rezept gefunden.

 

 

 

Der Weg in die Selbstständigkeit ist immer eine wahre Berg- und Talfahrt. Wo lagen für dich die größten Hürden auf diesem Weg und ab wann konntest du sehen, dass deine Idee ernsthafte Formen annimmt?

Das perfekte Rezept zu finden war auf jeden Fall eine große Hürde. Da saß ich wirklich sehr lange dran und hatte auch einen Punkt, an dem ich einfach nicht weiter gekommen bin. Geschmacklich fand ich es wirklich gut, aber die Konsistenz war nicht wirklich optimal. Dann kam mir zum Glück die Idee, mich an eine Hochschule zu wenden. Lebensmittel Technologie ist der Studiengang, der dafür prädestiniert ist. Ich konnte einen Professor überzeugen und so haben Studenten in ihrer Praxisphase des Semesters sich dran gesetzt. Auch mit der Handwerkskammer war nicht immer alles rosig. Da ich kein Bäcker oder Konditor bin hat mir die Handwerkskammer verboten mein Cookie Dough selber herzustellen. Hier habe ich dann eine Bäckermeisterin gefunden. Manchmal haben solche Dinge aber auch ihre Vorteile. So habe ich zum Beispiel keine hohen Investitionskosten und natürlich ist sie viel schneller. So kann ich mich mehr darum kümmern das Business aufzubauen. Es macht einfach Spaß. Ich bin mein eigener Herr, kann mir meinen Tag so gestalten, wie ich es möchte und mach Dinge, die mir Spaß machen.

 

 

Auf was können wir uns in nächster Zeit freuen?

Ich werde bald ein Cafe in Berlin eröffnen. Das Konzept wird ähnlich wie bei einem Eis-Shop sein, aber vom Design her vollkommen anders. Industrial Design wird auf Omas Backstube treffen. Wenn alles klappt, ist die Eröffnung  für Ende Juni geplant. Trotzdem bleibe ich dem Street Market erhalten.

 

 

Wie viel unterschiedliche Sorten Cookie Dough hast du entwickelt?

Ich glaube, dass ich insgesamt schon um die 15 Sorten kreiert habe. Auf dem Markt biete ich platzbedingt nur sechs Sorten an. Im Laden werde ich aber wahrscheinlich 10- 12 Sorten anbiete. Ich bin aber noch am überlegen, ob ich nicht damit die Leute überfordere. Natürlich möchte ich den Leuten eine größer Auswahl als auf dem Food Market geben, das macht ja gerade ein Kaffee aus.

 

 

Wer muss auf jeden Fall in deinem laden vorbei schauen? Wen schickst du so in den siebten Himmel?

Grundsätzlich kann es jeder essen und jeder mag es, gleich ob jung oder alt. Es ist auf jeden Fall was für jemanden, der auch mal Fünfe gerade sein lässt und mal aus seinem Alltag ausbrechen möchte. Auf dem Food Market hatten wir auch schon eine Gruppe Engländer, die alle so um die 15 Jahre waren. Die sind total ausgerastet. Ich würde sagen, Leute, die nicht immer zum klassischen Eis greifen wollen, sondern mal etwas Neues ausprobieren möchten.

 

Vielen Dank liebe Diana für deine Zeit. Wir freuen uns schon auf den nächsten Becher Spooning Cookie Dough in deinem neuen Cafe.

 


 

 

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donnerknispel

donnerknispel ist die Oberknispel. Mit anderen Worten: head of f#cking everything! Ich bin schon einige Zeit in diesem Inetrnet unterwegs. Wenn ich einmal alt bin und sterben werde, werden meine 100 Hundis mich auffressen...

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