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INTERVIEW: CANDELILLA

INTERVIEW: CANDELILLA

An der Hot-Line!

 

Am Freitag den 03. März erscheint das neue Album „Camping“ von Candelilla. Wir hatten Mira an der Strippe und haben mit ihr nicht nur über das kommende Album geredet. Was hält sie eigentlich von den Männer dominierten Line-ups und wie ist sie denn persönlich als Fan? Wir haben nachgeharkt.

 

Hallo Mira. 4 Jahre ist die Veröffentlichung eures letztem Albums nun her. Am 03. März erscheint euer neues Album „Camping“. Was habt ihr in der Zwischenzeit getrieben?
Das stimmt tatsächlich. 2013 haben wir das letzte Album „Heart Mutter“ veröffentlicht, woraufhin wir das Album eineinhalb Jahre live gespielt haben. Die folgenden 3 Jahre war „Camping“ das Hauptprojekt der Band. Aber wir vier machen ja auch noch viele verschiedene andere Sachen nebenher…

 

Der Albumtitel „Camping“ hört sich auf den ersten Blick für mich sehr nach dem Überbegriff Urlaub an. Steht das Album auch für den Urlaub vom Alltag für dich?
Camping“ ist ein Wort mit viel Spielraum. Kalr, wenn deine erste Assoziation Urlaub ist, passt das voll. Ich denke da eher an die dünne Schicht von einem Zelt. Wie eine Membran zwischen einem selbst und der Natur.

 

In den Songs auf „Camping“ schwingt für mich immer ein Gegenpol mit. So auch die Gegensätze Sprechen und Schweigen. Mira, übernimmst du lieber den Part, der Beobachterin oder siehst du dich lieber in der aktiven Position?
Wow, ja… „Sprechen und Schweigen“ ist eines der zentralen Themen des Albums. Ich würde mich selbst als Beobachterin sehen.

 

Wenn man sich die Tracklist anschaut fällt direkt auf, dass die einzelnen Songs keine fortlaufenden Nummer mehr haben, sondern Titel. Wie kam es zu dieser Veränderung?
Das hat sich im Schreibprozess so ergeben. Die fortlaufenden Nummern gab es ziemlich lange noch, irgendwann in Kombination mit Hauptwörtern und schließlich war es schön, die Wörter ganz alleine stehen zu lassen. Sie haben mit den Zahlen ja auch viel gemein: Sie sprechen und schweigen.

 

Für euer kommendes Album habt ihr mit Tobias Levin und Hannes Plattmeier zusammengearbeitet. Wie kam es dazu?
Tobias Levin haben wir vor vielen Jahren in der „Astra Stube“ in Hamburg kennengelernt, bei unserem ersten Konzert in Hamburg überhaupt. Das war noch vor dem Release von „Heart Mutter“. Tobias kam am selben Abend noch zu uns und meinte, dass er gerne mal mit uns arbeiten würde. Wir mussten aber erstmal „Heart Mutter“ veröffentlichen und haben uns erst zwei Jahre später bei ihm gemeldet. Die Zusammenarbeit mit Hannes Plattmeier kam durch Tobias. Er hat uns Hannes empfohlen und sich ihn auch gewünscht. Da hat Tobias genau die richtige Entscheidung getroffen. Es war eine klasse Zusammenarbeit.

 

Zu dem Song „Intimität“ gibt es bereits ein Video. Wie ist das Konzept zu dem Musikvideo entstanden?
Wir haben das Video zusammen mit Susanne Steinmassl gemacht. Sie kommt auch aus München und wir kennen uns aus der Szene. Wir haben uns immer wieder getroffen und aus den Gesprächen sind dann erste Ideen für dieses Video entstanden. Es gab dann aber sehr früh einen Punkt an dem Su sehr genau wusste was sie wollte und wir uns aus sie verlassen haben.

 

Es fällt auf, dass man nicht nur den Text hört, sondern die Wörter zusätzlich eingeblendet werden. War diese doppelte Realisierung von Anfang an geplant?
Ich weiß nicht, wann Su genau auf diese Idee kam, das zu machen… Intimität als Wiederholung, im Kontrast zu diesen Wortreihen, Wörter als Oberfläche: Da lag es auf der Hand die Wörter zu integrieren, gerade als Kontrast zur gezeigten Körperlichkeit.

 

 

Warum sollten wir uns „Camping“ anhören?
Wenn du dich für Miniaturen und Konzentrationen interessierst, dann kann das was für dich sein.

 

Ihr seid eine rein weibliche Band. Wenn man sich das Line-up vieler Festivals oder Konzerte anschaut fällt immer wieder auf, dass diese größtenteils männlich besetzt sind. Wenn du es könntest, wie würdest du da entgegenwirken?
Ja, das fällt auf jeden Fall auf. Ich bin der Meinung, dass sich das ändert, aber eben sehr langsam. Es gibt viele gute Leute, die im Musikbusiness arbeiten und das auf dem Schirm haben. Ändern kann man es durchs Booking und der Pressearbeit, aber das ist ein langsamer Prozess.

 

Wie bist du, wenn du selbst Fan von einer Band bist und wie verhältst du dich, wenn du privat Konzerte besuchst?
Das ist immer ganz unterschiedlich, es kommt immer auf die Band an. Ich gehe gerne und auf viele Konzerte. Es gibt Bands, da stehe ich in der ersten Reihe und tanze, dann gibt es aber auch Bands da stehe ich hinten und beobachte. Es gibt Bands mit denen trinke ich später im Backstage gerne mal ein Bier, aber auch welche, die ich gar nicht persönlich kennen lernen möchte.

 

 

Was erwartet uns dieses Jahr noch von CANDELILLA?
Natürlich am 03. März die Release von „Camping“. Mitte März sind wir für ein paar Termine in Österreich auf Tour und ab Mitte April startet die Tour in Deutschland.

 

Wir kommen nun schon zur letzten Frage. Was ist denn deine Lieblings Pizza?
lacht... Auf jeden Fall Tomate mit Mozzarella und Pilzen.

 


 

Danke Mira für deine Zeit, den Einblick in euer neues Album „Camping“ und viel Erfolg für den Release und die anstehende Tour.

 


 

 

 

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Musik Knispel

RAMMSTEIN hat mich zum Bau eines eigenen Flammenwerfers inspiriert, während ich bei Kontra K zum Fangirl mutiere. Mein erstes Konzert war "The Kelly Familie", was meinen Musikgeschmack wohl lebenslänglich beeinflusst hat.

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