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IM INTERVIEW: IRA ATARI

IM INTERVIEW: IRA ATARI

In genau 3 Wochen ist es soweit – Das Warten auf das neue Album von Ira Atari  hat ein Ende. Wir haben uns mit Ira und Bernhard getroffen und über die wichtigen Dinge des Lebens gequatscht. Wusstest du, dass ihr neues Album „Moment“ eigentlich ein Fahrrad Album ist? 😉

Ihr wart am Samstag beim WirGarten Erfurt. Wie war es denn?
Bernhard: War schön, eine nette Veranstaltung.
Ira: Ja genau, war schön.

Habt ihr auch schon was von eurem neuen Album „Moment“ gespielt?
Ira: Ja!
Bernhard: Eigentlich schon fast das Ganze. Die Leute dort waren unsere Versuchskaninchen.
Lachen bricht aus

Wie kamen die Songs denn an? Habt ihr schon Feedback erhalten?
Ira: Ja, vor allem haben die Leute oft eine ganz andere Erwartungshaltung, wenn sie Ira Atari lesen. Manche denken noch an die Songs von früher. Das neue Album ist ja schon ein wenig entschleunigt. Um so besser, wenn die Leute dann zu uns kommen und sagen, dass es ihnen sehr gut gefallen hat.

Das kommende Album „Moment“ ist das Erste, das ihr auch komplett zusammen geschrieben habt. Musstet ihr euch erst aufeinander einstellen und Kompromisse eingehen?
Bernhard: Nee, eigentlich gar nicht. Oder?
Ira: Ich habe keine Kompromisse gemacht. Du auch nicht.
Bernhard: Ich mache keine Kompromisse. Großes Lachen bricht aus
Ira: Nee, wir haben uns immer gut geeinigt. Oder?
Bernhard: Es hat einfach jeder so seine Art. Wenn man dann gemeinsam Ideen hat oder eigene, dann haben wir miteinander gesprochen. Aber jeder war dann auch mit dem anderen zufrieden.

Wie entstehen bei euch Songs?
Bernhard: Zuletzt war es so, dass ich Instrumental was vorgeschrieben habe, das dann an Ira übergebe.
Ira: Dadurch dass wir zusammen wohnen ist das recht einfach. Da geht man dann einfach zum anderen rüber.

Habt ihr auch die selben Zeiten in denen ihr arbeitet?
Ira: Ich kann erst arbeiten, wenn es dunkel ist. Ich musste mich richtig bemühen, auch mal tagsüber anzufangen. Das ist aber seitdem ich Musik mache so.
Ich: Und bei dir Bernhard?
Bernhard: Das kommt immer drauf an. Mal so, mal so. Oft ist es so, dass ich schon was im Kopf habe und deswegen gar nicht schlafen kann. Da freue ich mich immer richtig und muss mich in der Früh direkt an den Computer setzten und meine Instrumente oder Synthesizer aufzunehmen. Und wenn das nicht so ist, dann auch lieber am Abend.

Ira, du hast es eben schon kurz angesprochen. Euer neues Album klingt im Vergleich zu den Letzten entschleunigt. Wie kam es dazu?
Bernhard: fällt Ira direkt ins Wort: Wir werden älter. Lacht
Ich: Genau das habe ich mich nicht getraut zu fragen. lache Seid ihr langweilig geworden ?
Bernhard: Ira ist unglaublich langweilig. lacht
Ira: Nee, also ich habe schon lange diesen krassen bum bum Sound hinter mir gelassen. Wie soll ich das sagen, für mich ist es einfach die normale Weiterentwicklung dahin.
Ich: Es gab nicht das eine einschneidende Erlebnis?
Bernhard: Nee, das war auch gar nicht so geplant. Wir haben viel ausprobiert, bevor wir das Album gemacht haben. Ich weiß gar nicht, aber wir hatten bereits ein komplettes Album fertig und haben es wieder verworfen. Wir haben schon unsere Zeit gebraucht. Das war notwendig, um den gemeinsamen Nenner zu finden.

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Wie habt ihr euch denn bei der Reihenfolge der Songs geeinigt?
Ira:
Oh ja, das ist eine sehr gute Frage. Also das war wirklich so…ich darf erzählen? An Bernhard gerichtet
Bernhard: Ja, Ja.
Ira: Ich habe immer beim Fahrrad fahren das Album gehört, zur Verinnerlichung. Man muss die Songs ja auch irgendwann live spielen. Währenddessen habe ich mich mit der Reihenfolge beschäftigt, bis ich der Meinung war, dass sie so perfekt ist. Also wenn man so fährt. Ira verdeutlicht es mir im Sitzen mit breiten Armen, die einen imaginären Fahrradlenker greifen. „Was muss jetzt kommen?“ Das hat ca 3 Monate gedauert.
Bernhard: Dann hat sie es mir so gegeben und ich wusste von Anfang an das ist perfekt. Ich könnte aber auch nichts mehr dagegen sagen, wenn sie sich schon ein halbes Jahr dafür Zeit nimmt. Lachen bricht aus
Ira: Es ist der Wahnsinn, was das ausmacht.
Bernhard: Ja, es macht auch einen krassen Unterschied, ob man sich das ganze Album anhört oder einzelne Songs.
Ira: Es ist so im Flow entstanden. Im Fahrrad-Flow
Bernhard: Unser Fahrrad Album

Ihr habt „Sleep“ schon relativ früh raus gebracht. War da das Album bereits fertig? Oder hat Ira in der ganzen letzten Zeit an der Reihenfolge getüftelt?
Ira: Das Album war letztes Jahr im Dezember fertig. Da habe ich angefangen die Reihenfolge zu machen, aber die ganze Vorarbeit dauert ja immer ewig.

In dem Video zu „Monday“spielt Marie Gruber mit. Wie kam es denn dazu?
Ira: Das finden wir auch verrückt. Und zwar haben wir mal Musik für ein Hörspiel gemacht und der Regisseur des Hörspiels Dirk Laucke und dessen Freundin Simone Wildt kennen sehr viele spannende Menschen, Schauspieler, Tänzer, Künstler etc. Simone hat uns irgendwann eine sehr lange Liste geschickt mit tollen Leuten, die sie für uns anfragen könnte. Unsere Regisseurin Rike Lange, war sofort Feuer und Flamme für Marie Gruber, weil sie ein großer Fan von ihr ist. Deswegen haben wir sie gebeten mitzumachen und das hat sie zum Glück auch getan.
Bernhard: Wir haben den Leuten das Lied geschickt und auch die Geschichte.

Das Musikbusiness ist nicht gerade dafür bekannt, das einfachste Business zu sein. Wenn sich da eine Frau durch setzt ist sie schnell die Diva. Ira hattest du schon mal diese Situation? Und wenn ja wie gehst du damit um?
Ira: Ich bin ja schon länger dabei. Ich habe auch schon alles erlebt und mitgemacht. Ich war schon ganz oft davor zu sagen, ich mach das jetzt nicht mehr oder ich ziehe mich jetzt zurück. Aber dann habe ich gesagt, ich lass mich nicht unterkriegen, ich gebe nicht auf. Für alle die das auch erleben würde ich einfach sagen: ihr müsst einfach durchhalten und weiter machen. Ich war auch ganz oft eine ganz böse Zicke, böse Ira – alles schon gehabt. Männer halten extrem gut zusammen, aber scheiß drauf. Frau braucht ein dickes Fell. Es kann auch mal weh tun, muss es auch, frau kann daran nur wachsen.

Was glaubst du wie man mehr Frauen in die Musikbranche, egal ob als Sängerin, Booker oder Veranstalter bekommen kann?
Ira: Das würde ich auch gerne wissen. Ich will auf jeden Fall allen Frauen, die darüber nachdenken es zu machen, sagen, dass sie es unbedingt machen sollen, wenn sie es wollen. Und wenn dann ihr Freund oder irgendwer sagt, ich möchte das nicht, dass du das machst, dann sollen sie den in den Wind schießen.
Weißte, das ist auch oft ein Grund, dass bekommt man ja oft gar nicht so mit. Es tauchen Frauen auf und dann sind die auch wieder weg. Ich weiß nicht genau warum, aber solche Sachen haben auch immer viel damit zu tun. Man muss sich halt einfach ein dickes Fell wachsen lassen. Und nicht zu viel zweifeln. Ich habe auch immer das Gefühl, die Frauen zweifeln zu viel.

Jetzt die Frauen Frage an den Mann. Hast du eine Idee wie man mehr Frauen in das Musikbusiness bekommt?
Bernhard: Ich glaube das ist auch alles schon negativ vorbelastet. Es wird gesagt, dass das ein Männerding ist, was ja gar nicht so der Fall ist. Im Endeffekt ist das alles eine kreative Leistung und da zusagen, das der oder die das besser kann ist einfach ein absoluter Schwachsinn. Was man da aber machen kann ist schwierig. Ich glaube man kann nur, wie Ira bereits gesagt hat, die Frauen ermutigen es einfach zu machen.

Zu welchem Song sind denn noch Videos geplant?
Ira: Es gibt auf jeden Fall noch ein Video zu dem Titelsong „Moment“. Im letzten halben Jahr hatte ich immer die Kamera dabei und habe die verschiedenen Stationen unseres Albums festgehalten. Es geht los mit dem Mixing und Mastering, dann das Fotoshooting fürs Cover, die Videodrehs…usw…das ist ein sehr persönliches Video. Ich habe auch noch eins für Crocodiles in petto…vielleicht wird es irgendwann mal fertig.

Ihr habt einen Wunsch frei. Ihr könnt euch wünschen was ihr wollt, nur darf das gewünschte nicht kaufbar sein. Was wünscht ihr euch?
Ira: Ich wünsche mir, dass wir das so weiter machen können. Das unsere Liebe so bleibt und dass wir weiter zusammen Musik machen können.
Bernhard: Dann haben wir den gleichen Wunsch, dass wir einfach unbeschwert weiter machen können. Ich wüsste auch gar nicht, was ich sonst machen soll.

Was ist euer Lieblings Pizzabelag?
Ira: Wir sind tatsächliche Pizza-mach-Fans.
Bernhard: Wir haben uns mittlerweile sogar einen eigenen Pizzaofen besorgt. Da kommt eigentlich in 99,99 % der Fälle Schinken und Champions drauf.
Ira: Ja, das ist meine Lieblings Pizza und zum Schluss noch Basilikum.

 

Danke für eure Zeit. Wir wünschen euch viel Erfolg mit eurem Album und wir sehen uns bestimmt auf Tour im November.

 

 

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Musik Knispel

RAMMSTEIN hat mich zum Bau eines eigenen Flammenwerfers inspiriert, während ich bei Kontra K zum Fangirl mutiere. Mein erstes Konzert war "The Kelly Familie", was meinen Musikgeschmack wohl lebenslänglich beeinflusst hat.

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