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DAS LEBEN EINES Z-FILMREDAKTEURS

DAS LEBEN EINES Z-FILMREDAKTEURS

Wie ist es eigentlich den Spin-off im Star-Wars-Universum: „ROGUE ONE: A STAR WARS STORY“ zu sehen, wenn man so gar keine Ahnung von Star Wars hat? Genau das habe ich mich auch gefragt und bin in die Pressevorführung marschiert um mir das gute Stück für dich anzusehen.

Nur dass es klar ist, dies geht raus an alle die, die genau so keine Ahnung von Star Wars haben wie ich. Der Rest kann sich an meiner Unwissenheit richtig schön erfreuen. Würde ich genau so machen, wenn ich Ahnung hätte.

Frisch im Kino angekommen heißt es erst mal alle elektronischen Geräte an der Garderobe abgeben und noch fix nen Kaffee und ne Cola für den Film mit nehmen – Bei der Länge von 134 Minuten lohnen sich auch wirklich 2 Getränke. Zwischen den typischen Filmredakteure mischen sich bei Filmen mit solch einem Hype auch immer gerne „Normalinge“. Sprich Menschen, die im Gegensatz zu allen anderen Popcorn während der Vorführung essen.

In den letzten Minuten vor der Vorführung schnappe ich noch ein paar Wortfetzen meiner näheren Sitznachbarn auf. Da geht es einmal um die Unverschämtheit, dass „H&M“ einfach mal eine Monatsmiete von 13 Millionen US Doller hinblättert, um auf dem Broadway eine Filiale an der nächsten zu haben. Auf der anderen Seite geht es dann schon themenspezifischer weiter: „Du kennst doch bestimmt Darth Vader… Wird ausgebildet… Stirbt… Luke Skywalker… Neuer Master.“ Ich merke an der Anspannung im Raum, dass wohl gleich die Stunde geschlagen hat.

Und bähm es geht los. Nee, doch nicht. Allgemeine Enttäuschung. Sind doch nur die Trailer von „Guardians of the Galaxy Vol.2“ und „Fluch der Karibik Vol.1236“. Aber jetzt, jetzt geht es wirklich los!

 

 

Kinostart: 15.12.2016
Titel: ROGUE ONE: A STAR WARS STORY
Regie: Gareth Edwards
Dauer: 134 min
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Genre: Science Fiction-Film, Kriegsfilm

 

Das Imperium will ein Sternensystem nach dem Anderen sein eigen nennen. Mit dem Todesstern im Nacken scheint das ein absolut wasserdichter Plan zu sein. Nur die Rebellen-Allianz hat sich mit diesem Ausgang noch nicht abgefunden und kämpft gegen das Imperium an. Sie sehen ihre einzige Möglichkeit darin die Pläne des Todessterns zu stehlen und so herauszufinden, wie sie ihn zerstören können um die Zerstörung weiterer Planeten zu verhindern.

 

Schnelle Wechsel zwischen den unterschiedlichen Planeten bringen uns durch die ersten 20 Minuten. Es wird zwar eingeblendet wo wir uns gerade befinden, aber mir bringt das so gar nichts. Nicht gerade die besten Bedingungen um in den Film rein zukommen. Ich frage mich, ob es wohl nur mir so geht. Eins ist trotzdem jetzt schon klar: Da steckt eine Menge Budget dahinter! Das sieht man nicht nur sondern hört es auch. Zwar wurde die Musik nicht wie bei den bisherigen Star Wars Episoden von John Williams geschrieben, sondern von Michael Giacchino, trotzdem begleitet eine extrem beeindruckende Filmmusik die Handlung. Ich frage mich auch, wie genau dieser Film gedreht wurde. Gefühlt müssen einfach 95% vor einem Blue-Screen gedreht worden sein. Gerade das Switchen zwischen den verschiedene Dimensionen und die riesigen Szenenbilder sind definitiv nicht real. Das Auge kommt zwischen all den Spezial Effekts selten bis gar nicht zur Ruhe. Wenn es dann doch mal ruhiger wird sorgt die Kameraeinstellung durch Felsen oder von-hinten-das-Spiegelbild im Fenster gefilmt für Abwechslung. Man könnte auch sagen, dass es der Film der großen Ansprachen ist. Aber was wäre auch ein Kriegsfilm ohne Ansprachen und stark inszenierte Einzelaufnahmen, die langsam in der Kamera ausgeblendet werden? Eben. Was soll ich sagen, ich mag den Film. Ich bin weder eingeschlafen, noch fühlte ich mich fehl am Platz. ROGUE ONE: A STAR WARS STORY holt dich ab, egal wo du im Star Wars Universum stehst und bring dich auf Hochtouren und hat in den letzten Sekunden noch eine kleine Überraschung für dich dabei.

 

Wer Star Wars feiert, für den ist „ROGUE ONE: A STAR WARS STORY“ eh Pflicht. Für die anderen 9 Menschen neben mir, die mit Star Wars bis jetzt auch nicht viel anfangen konnten: Geht da mal rein. So komisch wie ihr denkt ist Star Wars gar nicht.

 

Das donnerknispel Barometer steht auf 4/5

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Film Knispel

Zwischen all den Allüren besetzten Filmkritiker, ist mein Bestreben die Pressevorführung nicht nur zu überleben, sondern auch meinen coffee for free zu genießen.

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