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A War auf Kosten der Kinder?

A War auf Kosten der Kinder?

Kinostart: 14.04.2016
Titel: A War
Regie: Tobias Lindholm
Dauer: 115 Minuten
Verleih: Studiocanal

Claus Pedersen (Pilou Asbæk) ist der Kommandant einer dänischen Einheit, die in der afghanischen Provinz stationiert ist. Zuhause kümmert sich seine Frau Maria (Tuva Novotny) um die 3 gemeinsamen Kinder. Bei einem Routineeinsatz tritt ein Soldat auf eine Tretmine und stirbt an seinen Verletzungen. Claus versucht alles um für seine Truppe da zu sein und ihnen zu helfen mit den Geschehnissen irgendwie klar zu kommen. Auch ein weiterer Einsatz fordert Claus und seinem Urteilsvermögen alles ab. Zuerst scheint es, als hätte Claus alles richtig gemacht um seine Jungs und Zivilisten zu schützen. Erst im Nachhinein wird klar, dass ein Gebäude bombardiert wurde, in dem 12 Zivilisten waren. Unter ihnen 8 Kinder. Claus wird sofort nach hause geschickt und muss sich in einem knallharten Prozess rechtfertigen. Wusste Claus wer sich alles in dem Gebäude befand? War er überhaupt in der Lage für ein fokussiertes Urteilsvermögen?

A War ist kein Film für schwache Nerven. Sowohl auf der optischen als auch auf der Gefühlsebene geht es ums Ganze. Da schockte gleich zu Beginn das komplette Kino zusammen. Immer wieder spürt man durch die hektischen Bilder, wie der Puls der Soldaten ansteigt und man befindet sich durch die verwackelte Kameraführung in Mitten der Truppe. Wacklige Bilder, lauter Atem, gefühlte 1000 unterschiedliche Stimmen, die alle auf einer Funksequenz kommunizieren und Befehle einfach nur raus schreien. Wenn du dich schon immer mal gefragt hast, wie es aussieht, wenn einem das Bein weggesprengt wird, dann weißt du es spätestens nach A War. Auch die Gefühle bei all dem Scheiß um einen herum kommen nicht zu kurz und das fernab von den großen Hollywood Gefühlen. Spätestens wenn die Tochter Claus fragt, ob er die Kinder getötet hat, ist jeglicher Hollywood Charme verpufft. Gedämpfte Farben und weite Bilder des Kriegsgebiets sagen wohl am meisten über die Situation vor Ort aus.

A War kann man sich definitiv im Kino anschauen. Gerade die große Leinwand kommt der Kameraführung perfekt entgegen. All die transportierten Gefühle werden zuhause auf dem Sofa dann doch ein wenig einbüßen müssen. Wenn deine Nerven nicht all zu labil sind, dann hopp ins Kino.

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Film Knispel

Zwischen all den Allüren besetzten Filmkritiker, ist mein Bestreben die Pressevorführung nicht nur zu überleben, sondern auch meinen coffee for free zu genießen.

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